blickfang-Designer beim Bauhaus-Jubiläum

Zahlreiche Designer aus blickfang-Kosmos sind auch Teil des Bauhaus-Jubiläums 2019.

Zahlreiche Designer aus blickfang-Kosmos sind auch Teil des Bauhaus-Jubiläums 2019. Zwei davon möchten wir Ihnen heute vorstellen.

Studio Besau-Marguerre, die blickfang-Kuratoren der Saison 2018-2019, sind in der Designszene bekannt für ihre interdisziplinären Arbeiten und ihre ganzheitliche Gestaltungsauffassung. Damit sind Eva Marguerre und Marcel Besau gerade prädestiniert für die Weiterentwicklung und Neuinterpretation eines der Designklassiker aus der Bauhauszeit: Dem Freischwinger S 533 F von Thonet.  

Rosé und Chamapagner

In den dreißiger Jahren wird Thonet zum weltweit größten Produzenten der neuartigen Möbel aus Stahlrohr der Bauhausarchitekten Mart Stam, Ludwig Mies van der Rohe und Marcel Breuer. Thonet feiert daher zum Bauhaus-Jubiläum die Neuinterpretation seines Freischwingers S 533 F (1927) von Ludwig Mies van der Rohe in strahlendem Rosé und Champagner – von Studio Besau-Marguerre.

Während ein Gestell in Perlglanzchrom mit anthrazitfarbenem Leder kombiniert wird, hat die zweite Version ein Gestell in Champagnerchrom mit Leder in Zartrosé. Überarbeitet wurde der Bauhaus-Klassiker aus Stahlrohr von Eva Marguerre und Marcel Besau, unseren blickfang-Kuratoren. Die Hamburger Designer verleihen dem schlichten, kühlen Stahlmöbel eine warme Ausstrahlung und zeigen mit relativ wenig Aufwand, wie man nur durch die Verwendung zeitgemäßer Materialien und Oberflächen den gewünschten Effekt erzielen kann. Seit September 2018 ist die limitierte Geburtstagsedition von Marguerre und Besau für Thonet bereits erhältlich.

Der Freischwinger wurde zum ersten Mal 1927 in der Weißenhof-Siedlung in Stuttgart präsentiert. Der innovative Einsatz des federharten Stahlrohrs führt zu außergewöhlichem schwingendem Komfort und spiegelt architektonischen „Haut und Knochen“ Ansatz Mies van der Rohes wider.

Bauhaus in Stuttgart

Die Region Stuttgart hat große architektonische und kulturelle Highlights des Neuen Bauens, der Moderne und Avantgarde zu bieten. Dazu zählen die beiden zum UNESCO-Welterbe gehörenden Häuser Le Corbusier in der Weissenhofsiedlung Stuttgart, die zu den bekanntesten Bauensemblen der Moderne weltweit zählt. In der Architekturgalerie am Weißenhof findet noch bis 6. Oktober die Ausstellungsreihe „Unser Bauhaus, später“ statt. Die Architekturgalerie möchte für das Jubiläumsjahr nicht nur nach dem Potenzial der Kunstschule fragen, sondern auch die Relevanz und Bedeutung der Bewegungen, die das Bauhaus hervorgebracht haben in den Blick nehmen. Damit sollen die Ideen des Bauhauses für neue, produktive, subjektive, provokative oder spekulative Umsetzungen hin untersucht werden.

Ein Raum, der sich entfaltet

Vom 18. Juli bis 06. Oktober schafft Designerin Jule Waibel ein Gesamtkunstwerk in der Architekturgalerie: Einen Raum, der sich entfaltet, the Unfolded Universe. Die Materialien Papier, Glas, Stoff und Holz werden ganz im Sinn der Kunstschule auf verschiedene Weisen und Methoden gefaltet. Die Materialforschung mit neuen Techniken lässt neues entstehen.

Die Stuttgarter Designerin und Künstlerin Jule Waibel war an den Schweizer blickfang-Standorten im Rahmen des Mini Living Designlabs zu Gast und brachte generative Gestaltung mit dem traditionellen Falthandwerk in Einklang.   

Der Raum, den sie in Stuttgart schafft, soll eine Hommage an die Welt der Falten sein, Inspiration und Integration; spielerisch zwischen Geometrie und Transformation. Alle Objekte und Gegenstände darin sind gefaltet, gleich ob Interior oder Alltagsgegenstände. Möbel, Gefäße oder Kleider, von der Wanduhr bis zur Zeitung. Das Handwerk steht dabei im Fokus, da es selbst in der modernen Zeit keine maschinelle Produktion für gewisse Muster und Schritte des Plissees und Faltens gibt.

architekturgalerie am weißenhof
Am Weißenhof 30
70191 Stuttgart

18. Juli 2019 – 06. Oktober 2019

Öffnungszeiten: Di bis Fr 14–18 Uhr, Sa und So 12–18 Uhr .

Eintritt frei

 

Veranstaltungsort

 

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