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Trends von der Mailänder Möbelmesse

Der Salone del Mobile ist die wichtigste Leitmesse im Design- und Möbelbereich mit jährlich über 400.000 Besucherinnen und Besuchern aus 188 Ländern – die Shows und Gäste rund um den parallel stattfindenden Fuorisalone nicht einkalkuliert.

Trends vom Salone del Mobile 2019

 

Der Salone del Mobile ist die wichtigste Leitmesse in der Designwelt.  Wir zeigen die ersten Trends von unseren blickfang-Wegbeleitern, feiern mit ihnen Jubiläen und präsentieren neue Entdeckungen.

Der 58. „Salone del Mobile“ bietet bis zum 14. April auf dem Gelände der Fiera Milano Rho erneut unzählige Produkt-News, inspirierende Inszenierungen und jede Menge internationale Kreativ-Größen. Nach dem "neuen Kurs", der 2018 mit dem Manifest ins Leben gerufen wurde, stellt sich die Messe auch 2019 der Herausforderung, dem Wandel auf dem Einrichtungs- und Designmarkt Rechnung zu tragen. Im Salone Satellite präsentieren junge Designer und Hochschulen ihre Produkte. Parallel zum Salone auf dem Messegelände lockt die gesamte Stadt wieder mit dem kaum mehr zu überblickenden Rahmenprogramm Fuorisalone und der Milan Design Weeek – in unzähligen Showrooms, Stores, Pallazzi sowie anderen außergewöhnlichen temporären Locations wird es auch hier um die Interior-Trends von morgen in all ihren Facetten gehen.

Trends auf dem Salone Mobile

Auf der Hauptmesse wird deutlich, dass die neue Lust auf Farbe dominiert. Sei es prägnant und kalt oder pastellig und neutral. Vitra erkundet vier verschiedene szenische Inszenierungen, die mit Design eine besondere Sensibilität und Sichtweise zum Ausdruck bringen. Mit neuen Produkten von Charles & Ray Eames, Charles Eames & Eero Saarinen, Edward Barber & Jay Osgerby, Ronan & Erwan Bouroullec, Antonio Citterio, Konstantin Grcic und Hella Jongerius sind sie Fenster zu vier Lebensweisen. Rolf Peter Fehlbaum, der emeritierte Vorsitzender und aktives Mitglied des Verwaltungsrats der Vitra AG, fungierte 2015 als Mentor beim blickfang-Designworkshop.

Johannes Schiebe stellte mit Studio Taschide regelmäßig auf den blickfang-Messen aus und ist heute Produktmanager bei Schönbuch. Feel welcome – so lautet das Leitmotiv der Designmarke aus Bayern auch auf der Möbelmesse. Alle Neuheiten werden unter dem Motto „We are not afraid of colours“ in einem gewohnt farbenprächtigen Visual-Konzept in Szene gesetzt. Auf der diesjährigen Milan Design Week zeigt Creative Director Carolin Sangha im Schönbuch Pop-Up Store eine Installation mit den schönsten Möbeln und Interior Accessoires der Marke – dieses Mal aber all in black.

Architekt und Produktdesigner Philipp Mainzer und sein Studio e15 feiern dieses Jahr auf der Möbelmesse zehnjähriges Jubiläum von Stuhl HOUDINI von Stefan Diez mit einer kuratierten Palette von Jubiläumsfarben. Auf der Suche nach einer ergonomischen, organischen Sitzschale ohne aufwändige Werkzeugausstattung ließ sich Designer und ehemaliger blickfang-Kurator Stefan Diez inspirieren, Techniken für den Bau von Holzschirmen und Flugzeugen anzuwenden. Das Ergebnis ist eine originelle Silhouette, eine von der Couture inspirierte Konstruktion und eine Farbpalette, die  Neonrot einschließt, die HOUDINI inzwischen zu einem Designklassiker und zu einem unverwechselbaren Symbol für e15 gemacht haben. Im Juni 2019 findet der blickfang-Designworkshop bei e15in Frankfurt statt, bei dem Philipp Mainzer drei Tagen die Mentorenschaft für 12 Jungdesigner übernehmen wird.

Nachwuchs auf dem Salone Satellite

Der Salone Satellite war 1998 die erste Veranstaltung der Möbelmesse, die sich auf junge Designer unter 35 Jahren konzentrierte und sich sofort zum unübertroffenen Ort für die Schnittstelle zu Herstellern, Talentsuchern und den vielversprechendsten jungen Designern entwickelte.

Viele der in den vorangegangenen Ausgaben vorgestellten Prototypen sind in Produktion gegangen, und viele der 10.000 Designer, die im Laufe der Jahre teilgenommen haben, sowie 270 internationale Designschulen, sind heute große Namen in der Designszene.

Jonathan Radetz ist ein interdisziplinärer Designer aus Frankfurt. Seine Erfahrung als Tischler und Produktdesigner kommt in seiner vielseitigen Arbeit zum Ausdruck, die von Möbeldesign über Accessoires bis hin zu edlem Schmuck reicht. Positionen bei der Designmarke e15 und in den Ateliers von Stefan Diez und Saskia Diez Jewellery beeinflussten auch seine Arbeitsweise und seinen Umgang mit Design. Auf dem Salone Satellite präsentiert sein Studio eine modulare Sofalandschaft. Im blickfang-Onlineshop ist er mit seiner Schmuckkollektion vertreten.

Fuori Salone

Dass im Alltäglichen nicht immer Design drin ist, wo Design aber draufsteht, und es auch durchaus schlechtes Design gibt, das zeigen und hinterfragen hingegen FREITAG. Die Züricher Taschenmanufaktur FREITAG und der Künstler Georg Lendorff laden die Besucher ein, im „Unfluencer“ bei Ventura Centrale ihre Design- und Konsumsünden zu beichten und eine neue Diskussion über gutes und schlechtes Design im 21. Jahrhundert anzustoßen.

«Warum reden wir anstatt über gutes nicht einmal über schlechtes Design?», fragte sich die Zürcher Planentaschen-Manufaktur FREITAG. Gespräche über schlechtes Design – über die eigenen misslungenen Arbeiten wohlgemerkt – wären nicht nur viel lustiger und spannender, sondern auch ehrlicher und inspirierender. Schließlich ist niemand gegen falsche Einflüsse, Sachzwänge, simple Irrtümer oder Verblendungen gefeit, genauso wie niemand noch nie etwas Unsinniges, Unnötiges und Unnachhaltiges gekauft hat, und das wider besseren Wissens.

Das will FREITAG ändern und hat sich mit dem Künstler Georg Lendorff zusammengetan, um gute Gespräche über schlechte Designs und andere Fehler anzuregen. Unterstützt werden sie dabei von den Szenografen von Ortreport.

Im (räumlichen) Zentrum von «UNFLUENCER – De-sinning the Designer» steht Lendorffs begehbare, immersive Video- und Lichtinstallation. Danach und daneben können die Besuchenden all ihre Design- und Konsumsünden beichten – ganz alleine und anonym oder im vertraulichen Zwiegespräch. Bei der Frage, was genau denn nun schlechtes und somit beichtwürdiges Design und Konsumverhalten ist, bietet das «FREITAG Cyclist Manifest» Orientierungshilfe. Das Plädoyer der Freitag Brüder für Kreislaufwirtschaft, Qualität und Langlebigkeit ist anlässlich ihrer «FREITAG Ad Absurdum»-Ausstellung im Lausanner Designmuseum mudac entstanden.

Wie sich Design auf den Körper auswirkt

In einer Mehrraum-Installation im Spazio Maiocchi erforscht das Google Design Studio Neuroästhetik und zeigt, wie verschiedene ästhetische Erfahrungen das Potenzial haben, Biologie und Wohlbefinden zu beeinflussen. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Muuto, Reddymade Architecture und dem International Arts + Mind Lab an der Johns Hopkins University.

Die Besucher erhalten ein Armband, das die physiologischen Reaktionen misst, wenn sie verschiedene Räume erkunden. Am Ende steht die Auswertung, wie der eigene Körper auf welchen Raum reagiert hat und welche Farben, Stoffe, Gerüche, Musik und Accessoires für das persönliche Wohlbefinden eingesetzt werden können.

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