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Sonderschau Ulmer Hocker

Designklassiker neu gedacht

Die BLICKFANG Designmesse zeigt auf einer Sonderfläche die Arbeiten von Studierenden der Schule für Gestaltung Basel. Unter dem Motto „Transformation – Dinge und Gegebenheiten neu denken“ sind 25 Neuinterpretationen der Designikone „Ulmer Hocker“ zu sehen.

„Zwei senkrechte Bretter, ein waagerechtes, die drei fest verzahnt, von einem runden Holzstab unten
zusammengehalten“. So einfach wie genial ist das Prinzip des Ulmer Hockers, entworfen von Max Bill (1908- 1994). Der ehemalige Bauhaus-Schüler, Architekt, Designer und Mitbegründer der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm prägte einen funktionalistischen Gestaltungsansatz. Während seiner Anfänge als Grafikdesigner gelangte der Schweizer 1931 zum Möbelhaus wohnbedarf, wo er von Beginn an als Gestalter von Logo, Broschüren und Plakaten das Erscheinungsbild des Möbelhauses mitprägte. An der HfG Ulm war sein Hocker Teil der Erstausstattung in Seminar-, Ess- und Wohnräumen der frisch gegründeten Hochschule.

 

„Für jede Designstudentin und jeden Designstudenten ist der Ulmer Hocker von Max Bill ein Paradebeispiel, an dem sie so wahnsinnig viel lernen können – über Flexibilität, Konstruktion, das Material Holz, Nachhaltigkeit und natürlich Designgeschichte“, beschreibt Stephan Primus von der Schule für Gestaltung Basel das Universalmöbel. Denn der Ulmer Hocker ist Sitz, Beistelltisch, Rednerpult, Teil eines Regals, Tablett und Tragehilfe in einem. Anlässlich des 90. Firmenjubiläums von wohnbedarf initiierte Primus das Projekt „Transformation – Dinge und Gegebenheiten neu denken“. Das Ergebnis, 25 Objekte, die sich ausgehend vom Ulmer Hocker mit den Themen Wohnen beschäftigen, sind nun auf der BLICKFANG Basel zu sehen. Ziel der Aktion war es, dass die Schüler:innen aus dem Ulmer Hocker individuelle Objekte und eigenständige Statements entwickeln, deren Bedeutung und Beziehung in Verbindung mit dem Thema „Wohnen“ oder der Person „Max Bill“ stehen. „Seit nunmehr 90 Jahren steht wohnbedarf für Wohnmöbel und -umgebungen. Gleichzeitig ist unsere Geschichte eng mit der Persönlichkeit und dem Schaffen von Max Bill verknüpft. So kam es, dass wir diese beiden Ansätze den Schülerinnen und Schülern als Anknüpfungspunkte zur Verfügung stellen wollten“, kommentiert Barbara Messmer, Verwaltungsrat wohnbedarf.

Im Vordergrund soll dabei nicht die Funktion als Sitzmöbel stehen, sondern die Vermittlung eines zielgerichteten, kreativen und interdisziplinären Designprozesses. „Die Auseinandersetzung mit gestalterischen Fragestellungen zu den Themen Wohnen und Max Bill ist eng damit verknüpft, welche Werte und Inhalte die Schüler:innen vermitteln möchten. In diesem Sinne erzählen die entstandenen Objekte ganz individuelle Geschichten“, ergänzt Primus.

Die Ergebnisse sind kreativ und vielseitig wie die Wohneinrichtungen bei wohnbedarf oder das Werk von Max Bill: Die Objekte erzählen von japanischer Wohnkultur, bilden multifunktionale Sitzlandschaften, referenzieren auf Bills Kreuzzargenstuhl, stellen eine Verbindung zu Sophie Taeuber Arp her oder spiegeln Bills Farbserigraphien, seine unendliche Schleife oder die Bilderserie „7 twins“.


Wbform, die Schwesterfirma des traditionsreichen Möbelhändlers wohnbedarf hält die weltweit exklusiven Produktions- und Vertriebsrechte aller Max-Bill-Möbel – verbunden mit der Pflicht und
Ehre, alle Möbelentwürfe von Bill herauszugeben.

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