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Local. Fair. Love

Detailaufnahme Kalvas Regal von inbyko

Das junge Basler Label inbyko entwirft hochwertige Möbel, die praktisch und langlebig zugleich sind. Denn Inneneinrichtung sagt viel über die Menschen aus, zu denen sie gehört. Was den Gründer Florian Zelenka antreibt? Als Innenarchitekt möchte er die Wohnbedürfnisse der Bewohner befriedigen – von denen die Bewohner noch nicht wussten, dass sie sie überhaupt haben.

Was bei inbyko alle Produkte vereint?  Das Motto | love | local | fair |

Beim Minimalismus, den inbyko vertritt, geht es um die Besinnung auf das Wesentliche, was ein Möbel ausmacht und wie es in eine klare Formsprache gebracht werden kann.

Der Fokus liegt im Entwurf neuer Formen, Proportionen und Charakter, die die Designer auf die alltäglichen Elemente im Innenbereich anwenden. Inspiriert von modernen und bewährten Materialien, minimal verbunden für den großen Auftritt.

Swiss made ist dabei ein wichtiger Faktor und das Qualitätssiegel schlechthin. Denn Besinnung auf das Wichtige bedeutet für Zelenka auch, sich auf die regionale Produktion zu konzentrieren. So entsteht das Produkt von der ersten Idee bis hin zur Marktreife in Basel. Gefertigt wird regional in der Schweiz.

Damit erfüllen die Produkte von Regal bis hin zum Abtropfgitter nicht nur die Bedürfnisse der Kunden, sondern haben eine bessere CO2-Bilanz als importierte Waren. Da unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wird, entstehen faire Angebote, faire Preise und ein faires Miteinander.

Wir haben Florian Zelenka nach der BLICKFANG in Basel sieben Fragen gestellt.

1. Wie war deine erste Messeteilnahme an der BLICKFANG Basel?

„Ein grossartiges Erlebnis. Die ganzen Vorbereitungen von Flyern, Standplanung bis zur Logistik hat uns wirklich Spaß gemacht. Bis zuletzt war eine große Anspannung da, die bei mir selber wie auch bei meinem ganzen Team spürbar war. Wir sind überzeugt, dass unsere Produkte, Kreationen und Entwürfe unschlagbar sind. Wir überzeugen durch Formsprache, Materialisierung bis hin zum ganzen Produktionskonzept. Mit dieser Überzeugung bin ich auch vor die Presse kurz vor der Eröffnung der Messe getreten. Danach fühlte ich mich erleichtert, gestärkt und parat auf das, was jetzt kommt. Die Anspannung ist komplett verflogen. Wir sind im nächsten Level und bereit, der Welt zu zeigen, was wir können.“

2. Wie war das Feedback von Besuchern? Von der Fachwelt?

„Aufbauend, inspirierend und kritisch. Erstaunlich, wie offen die Besucher:innen auf den Austausch eingestiegen sind. Von allen Seiten kamen tolle Komplimente über den Messestand und unsere Kreationen. Viele waren nicht zurückhaltend bei Fragen wie auch Ideen, die uns jedes Mal weiterbringen und anregen. Wir konnten viele neue Bekanntschaften mit Kaufinteressierten, Organisierenden, Presse und planenden Personen machen und unser Netzwerk ausbauen. Wir haben dazu einen wahnsinnigen Umsatz mit unseren kleinen Kreationen direkt an der Messe erzielt, welche direkt mitgenommen werden konnten. Viele Anfragen sind vor Ort wie auch danach über unsere Systemmöbel «kalvas» und «invido» eingetroffen. Ich bin vollkommen ohne Erwartungen angetreten und unglaublich begeistert über das Echo, welches immer noch nachhallt.“

3. Was nimmst du mit?

„Sehr wertvoll ist die Selbstreflexion über Organisation, Ablauf und Verkaufsstrategie. Natürlich unendlich viele neue Ideen, die über tolle Gespräche oder Inspirationen von anderen Ausstellenden und allen, die die BLICKFANG besucht haben entstanden sind.“

4. Was sind deine nächsten Schritte?

„Wir werden mit neuen Kompositionen überraschen.“

5. Die spannendste/ inspirierendste /überraschendste/ wichtigste Begegnung an der BLICKFANG war…

„Ich hatte einen Kunden, mit dem ich direkt an der Messe über eine Großlieferung der toolbox «mollow» verhandelte. Dieser bezahlte die komplette Lieferung im Voraus. In der Woche nach der Messe haben wir den Kunden mit unserem größten Lieferfahrzeug direkt beliefert.“

 

6. Stell dir vor, ein schwedisches Möbelhaus ruft an und möchte dein/e Produkt/e in ihr Sortiment aufnehmen…

„Wir verfolgen die Geschäftsstrategie local, love, fair. Zudem setzten wir Wert auf Qualität und Langlebigkeit. Bei einem weltweiten unter der Globalisierung profitierendem Konzern werden wir einen Interessenskonflikt haben.“

7. Dein Tipp für alle Designer, die überlegen, sich für den Future Forward Preis zu bewerben:

„Einfach machen. Das Wichtigste ist, dass ihr teilt, was ihr Großartiges macht, was ihr verfolgt und für was ihr einsteht.“

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