Keine BLICKFANG ohne Preis: Die hochkarätige Jury
um Sabine Lenk (Leiterin Design Center, Stuttgart), Lars Quadejacob (Chefredakteur design report), Felix Severin Mack (Akademie der bildenden Künste, Stuttgart) und Markus Jehs (Designbüro Jehs+Laub, Stuttgart) begab sich gleich mehrere Stunden am Eröffnungstag der
18. BLICKFANG Stuttgart auf die Suche nach den besten Produktideen und deren professionellen Präsentationen. Seit Freitag, 19.30 h sind sie raus: die BLICKFANG Designpreise 2010 in Gold, Silber und Bronze, die zum
10. Mal in Folge vom Design Center Stuttgart gestiftet wurden.
BLICKFANG Designpreis in Gold:
Ring-Kollektionen von Tanja Emmert.
Die Begründung der Jury:
„Neue Formen der Präsentation edler Materialien sind im Schmuckdesign nicht leicht zu entwickeln. Tanja Emmert bietet mit ihren Ringen gleich mehrere davon an. Da gibt es zum einen eine Serie von Ringen, die als Hohlkörper aus Bergkristall ausgebildet sind. In diese Hohlräume füllt die Designerin wahlweise Goldkügelchen, Perlen oder kleine Brillianten. Das ist eine interessante Form von Understatement. Und dieses Understatement prägt auch eine andere Ringserie von Tanja Emmert: In der Kollektion „Die Daltons“ werden aus verschiedenen Halbedelsteinen unterschiedlichster Einfärbungen hauchdünne Scheiben geschliffen und dann miteinander verklebt. Das Ergebnis sind Ringe, deren Erscheinung je nach Blickwinkel variiert: Nur in Seitensicht sieht man die einzelnen Scheiben, je schräger der Blickwinkel, desto geschlossener wirkt der Ring.“
BLICKFANG Designpreis in Silber:
km/a by Katha Harrer, Mode-Kollektion „Undercover“
Die Begründung der Jury:
„Ausgediente Funktionsstoffe, wie alte Decken oder Fallschirme, werden zu hochwertigen Kleidungsstücken umgearbeitet. Das wollen diese Stücke auch zur Schau stellen.
Die Kleidungsstücke leben von dem Spiel zwischen ruppigem Material und schlichten, edlen Schnitten mit interessanten Details. Recycling im allerbesten Sinne.“
BLICKFANG Designpreis in Bronze:
Pendelleuchte „Moonjelly“ von Limpalux
Die Begründung der Jury:
„Moonjelly – eine außergewöhnliche Leuchte, deren skulpturale Anmutung die Jury überzeugte. Sowohl an- wie ausgeschaltet formen die vertikal angeordneten Papierlamellen den flexiblen Lampenschirm und assoziieren analog zum Namen „Moonjelly“ in Gesamtform Mond und Qualle.
Faszinierend einfach auch der Transport der Lampe: Durch völliges Flachlegen der Lamellen wird sie vom Rundkörper zur Scheibe.“
BLICKFANG Anerkennungspreis:
„Formlos“ von Laura Jungmann
(Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe)
Die Begründung der Jury:
„Laura Jungmanns Objekte und Möbel aus Bitumen begleiten ihren Besitzer in ihrer vorliegen-den Form nur für eine kurze Zeit. Das Material befindet sich – je nach Zusammensetzung – in einem mehr oder weniger zähflüssigen Zustand und verändert die Optik der zerfließenden Körper permanent.
Das Konzept dieser Arbeiten, die sich zwischen Bildhauerei und Design bewegen, greift auf bemerkens-
werte Art den Gedanken des Veränderns und Vergehens ein und desselben Objekts auf. Und das in einem Bereich, der sich über Beständig- und Nachhaltigkeit definiert. Für diese hintersinnige und ironische Arbeit erhält Laura Jungmann eine Anerkennung.“
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