Er ist eine namhafte Persönlichkeit der Designszene und gehört nicht umsonst zu unseren fünf Kuratoren, die für die blickfang Sonderschau blickfangselected ihre favorisierten Jung-Talente aus dem Möbelbereich erwählten – die Rede ist von Mateo Kries.
Nach seinem Studium der Kunstgeschichte und Soziologie, leitete Mateo Kries von 2000 bis 2006 das Vitra Design Museum Berlin und ist heute Chefkurator des Vitra Design Museums in Weil am Rhein. Zu seinen wichtigsten Ausstellungen als Kurator zählen „ Mies van der Rohe – Möbel und Bauten“ (1997), „Joe Colombo“ (2005), „Le Corbusier – The Art of Architecture“ (2007) sowie „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“ (2010). Kries ist Mitbegründer des Berliner Festivals Designmai, unterrichtete Designtheorie und –geschichte in Hamburg und Berlin und initiierte mit seinem jüngsten Buch „Total Design“ eine Debatte über Grenzen und Herausforderungen des aktuellen Designs.
Was schätzen Sie ganz persönlich an der Stadt Stuttgart? Gibt es einen Ort, an dem Sie sich am liebsten aufhalten?
Das Kunstmuseum und sein Dachrestaurant.
Lieben Sie Gegenstände auf Grund ihres Designs? Und wenn ja, welches Produkt hat Ihre Liebe bedingungslos gewonnen?
Ich mag viele Dinge aufgrund Ihres Designs, vom Lounge Chair über ein Sakko von Martin Margiela bis zu meine Lieblingshotel auf den Liparischen Inseln. Aber bedingungslose Liebe reserviere ich dann doch eher für Menschen…
Wie präsentieren sich junge Designer am erfolgreichsten?
Persönlich und mit echten Produkten.
Was macht in Ihren Augen den besonderen Reiz der blickfang aus?
Der direkte Kontakt mit den Anbietern.
Was ist Ihr absolutes „must have“ für 2011?
Rimowa Rollkoffer, jede Woche im Einsatz.
An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?
Am Projekt Vitra Design Museum - seinen Ausstellungen, seinen Partnern, seinem Erscheinungsbild, seinen Strategien, seiner Positionierung in der Museumslandschaft.