Liederhalle Stuttgart

20 | 21 | 22 März 2015

 

Der Stammtisch ist nur ein Produkt in einem breit gefächerten Sortiment: Da die gebürtige Grafikdesignerin Nina sich für die handfeste Arbeit mit Materialien begeistert, gehören unter anderem auch ein an Tischplatten klemmbarer Kinderhochsitz oder mundgeblasene Käseglocken zu den Niruk-Produkten.
Vom 13 |14 | 15 März wird die blickfang Stuttgart Lounge zum Stammtisch – dank Studio Niruk könnt ihr dort eine Shoppingpause einlegen.

 

Stammtisch to-go

 

Stammtisch ist nicht gleich Lieblingskneipe, laute Musik und wenig Platz. Ein Stammtisch kann genauso an Bäumen, Masten und Brückengeländern befestigt werden – für Frischluftliebhaber. Das Duo Nina Ruthe-Klein und David Antonin von Studio Niruk machen das vor.

 

Stilistisch von der Heimat an der dänischen Grenze geprägt, entwerfen die jetzt in Berlin ansässigen Jungs alles von Hemd bis Hose. Wer Wert auf klassisches, aber originelles Design und hochwertige Materialien legt, ist bei ihnen genau richtig. Denn sie haben sich der Nachhaltigkeit verpflichtet: Das Duo entwirft die Kollektionen in Berlin, produziert in der EU unter strengen Auflagen und lässt die Kleidung von lokalen Lieferanten ausfahren. Die Zusammenarbeit handhaben Frisur genauso fair: Stephan kümmert sich nach seinem Studium der visuellen Kommunikation an der UdK um das Grafikdesign während Thies, der Modedesign an der gleiche Uni studierte, die Kleidung entwirft. Organisatorisches und die Finanzen packen sie gemeinsam an. Das beweist, dass Kinderträume wahr werden können.

Wer Lust bekommen hat, sich selbst mit der neuen Kollektion zu schmücken kann Frisur Clothing am 20 | 21 | 22 März in Stuttgart entdecken.

 

Vom Kindertraum zum Großstadtlabel

 

Wenn sich zwei Freunde in der 9. Klasse zusammen tun, um T-Shirts für Bekannte und Verwandte zu bedrucken, dann ist das eine nette Idee von jungen Kerlen. Aber dass daraus ein cooles Label entsteht klingt nach verrücktem Kindertraum den sich das Label Frisur Clothing erfüllt hat! Stephan Sunder-Plassmann und Thies Mayer haben genau diese Karriere hingelegt und können stolz auf ihre halbjährlich erscheinenden Kollektionen für Männer und Frauen blicken.

 

Mit ihren Textil- und Schmuckkollektionen verbinden sie Sri Lankisches Handwerk mit Schweizer Sinn für Ästhetik. So werden die Muster der Batiktücher mit einer traditionsreichen Wachstechnik gefertigt: Auf reine Seide wird wachs geträufelt und nach dem Färben ausgekocht. Mit einem ähnlichen Aufwand entsteht auch der handgefertigte Schmuck.


Wer die Kinsfolk-Textilien und Preziosen einmal selbst in die Hand nehmen möchte, hat auf allen drei Frühjahrsmessen in München (13 | 14 | 15. März), Stuttgart (20 | 21 | 22 März) und Basel (24 | 25 | 26 April) die Gelegenheit.

 

Home is where the heart is

 

Von vielen Kreativen sagt man, ihnen sei eine Gabe in die Wiege gelegt worden. Und bei manchen ist es im wahrsten Sinne des Wortes so. Bei Josie und Jessica Fernando zum Beispiel: Um das Heimatland des Vaters, Sri Lanka, mit ihrem eigenen, der Schweiz, verbinden zu können, gründeten sie ihr Accessoirelabel Kinsfolk.

 

Heute verteibt er unter dem Label Wire Lights simple wie clevere Leuchten, die er wie filigrane Vogelkäfige um Glühbirnen herum gestaltete und auf der blickfang Stuttgart vorstellte. Wie er nun der großen Nachfrage hinterherkommt, konnte ihm das Buch zwar nicht beantworten. Aber die Mentoren des blickfang Designworkshops! „Jetzt heißt es, die Komfortzone zu verlassen und Risiken einzugehen um zu wachsen“, ist Roberts Fazit des Workshops.

Wer seine eigenen vier Wänder mit den Wire Lights schmücken will, kann die Lampen auf der blickfang Stuttgart kaufen. Nachdem er letztes Jahr zum ersten Mal auf der blickfang locals Fläche ausstellte ist er jetzt dieses Jahr schon als blickfang-Profi dabei.

 

Wem ein Licht aufgeht...

 

Designkarrieren können ganz unterschiedlich beginnen – das zeigt das Beispiel des jungen Stuttgarter Designers Robert Manners. Obwohl er als Techniker längst bei einer renommierten Firma angestellt war, begann er, angefixt vom Innenarchitektur-Studium seiner Freundin, eines Tages Bücher zu lesen, die dazu ermutigen, aus den vorgeschriebenen Wegen auszubrechen. Er las die Bücher einmal, er las sie zweimal – und handelte.

 

Hier zeigen die Tischler, welche gestalterische Relevanz traditionsreichem Wissen, handwerklichem Können und dem fachgerechten Umgang mit dem Naturmaterial Holz auch in der heutigen Möbeldesignszene zukommt. Denn, wie blickfang-CEO Jennifer Reaves sagt: „Ohne die herausragenden Schreiner, die Jahr für Jahr ihr Können unter Beweis stellen, hätte die blickfang Stuttgart ein anderes Gesicht. Höchste Zeit, das angemessen zu würdigen. Unsere Aussteller zeigen nicht traditionsverhaftetes Handwerk – sie bewegen sich konsequent auf der Grenze zu Möbeldesign und Innenarchitektur und zeigen, was Schreinerei heute auch sein kann.“

 

Hand auf’s Holz

 

In Stuttgart, dem Geburtsort der heute international agierenden Messe, präsentieren seit der ersten Stunde Tischlerbetriebe ihre Entwürfe und Dienste dem Publikum. Und bewegen sich jenseits dessen, was man beim Stichwort Schreinerei erwartet: Nur Unternehmen, die sich auf der Grenze zwischen traditionsreichem Handwerk, hochaktueller Gestaltung und maßgeschneiderter Inneneinrichtung bewegen, qualifizieren sich für die blickfang-Teilnahme. Mit der 23. blickfang Stuttgart an der Zeit, ihre speziellen Fertigkeiten zu würdigen. Erstmals platzieren die Messemacher ausgewählte Betriebe darum nicht mehr im Möbel- und Produktbereich, sondern heben sie mit der Sonderschau blickfang Holzwerk auf das lange verdiente Podest.

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