Besonderes aus

der Welt der blickfang

 

Auf dem DMY Berlin hatte sie erstmals ihre mobile, aus Holzkästen zusammengesetzte Street Food Kitchen gezeigt. Das Zuschauerfeedback ließ sie hinterfragen, ob sie tatsächlich eine ganze Küche, oder nur einzelne Module weiter vorantreiben sollte. Im Workshop fand sie die Bestätigung, sich vorerst auf den starken Markt für das Aufbewahrungsmodul zu konzentrieren. Natürlich fällt es Anna nicht leicht, vorerst einen Teil der Ursprungsidee auf Eis zu legen. Aber gleichzeitig kann sie so ihrem Designmotto gerecht werden: „Wenn Du Dich entscheidest, etwas zu machen, mach es gut.“

 

Workshop Portraits: Anna Liesch

 

Während des blickfang Designworkshops verriet der dezeen-Chefredakteur Marcus Fairs den Teilnehmern das ein oder andere Erfolgsgeheimnis. Eines lautet „pivoting“: Der englische Begriff beschreibt die Fähigkeit, von ursprünglichen Plänen zugunsten unvorhergesehener Möglichkeiten abzuweichen. Mit Anna Liesch fand sich direkt eine Workshopteilnehmerin, die sich als Pivoting-Naturtalent bewies.

 

Und wie sich in Boisbuchet zeigte, war die Entscheidung, seiner Intuition zu vertrauen, goldrichtig: Die Workshopteilnehmer – und allen voran die Kuratoren – waren auf Anhieb Fans seiner Leuchten. Die großartige Resonanz stellt Simon allerdings vor völlig neue Herausforderungen: „Ich muss mich entscheiden, ob ich meine Leuchten letzten Endes selbst produzieren oder lizensieren möchte. Die Entscheidung wird absolut unterschiedliche Konsequenzen mit sich bringen.“ Doch zumindest die nahe Zukunft ist klar: Zunächst wird Simon eine kleine Produktion in Berlin auf die Beine stellen. Schließlich warten schon jetzt Händleranfragen und Bestellungen aus dem cimcima-Onlineshop.

 

Workshop Portraits: Cimcima

 

Schon in den 90ern begann Simon Junge, sich für das Thema Licht zu interessieren: Bei einem Praktikum entwarf er einen Leuchtenschirm aus Holz. Was damals ein völliges Novum war und von den Kollegen mit Skepsis betrachtet wurde, ist heute zu einem Trend avanciert – und bestätigte Simon darin, seiner Intuition zu vertrauen. Heute führt der der gelernte Architekt ein eigenes Label namens cimcima. Beim blickfang Designworkshop stellte er zwei Leuchtenentwürfe vor: die an ein Collier erinnernde, elegante „collar“-Leuchte sowie die schlanke und verspielte „ito issue“.

 

Heute verteibt er unter dem Label Wire Lights simple wie clevere Leuchten, die er wie filigrane Vogelkäfige um Glühbirnen herum gestaltete und auf der blickfang Stuttgart vorstellte. Wie er nun der großen Nachfrage hinterherkommt, konnte ihm das Buch zwar nicht beantworten. Aber die Kuratoren des blickfang Designworkshops! „Jetzt heißt es, die Komfortzone zu verlassen und Risiken einzugehen um zu wachsen“, ist Roberts Fazit des Workshops.

Robert Manners Lesetipps:
„Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin
„Die 4 Stunden Woche“ von Tim Ferriss
„One Simple Idea“ von Stephen Key

 

Workshop Portraits: Robert Manners

 

Designkarrieren können ganz unterschiedlich beginnen – das zeigt das Beispiel des jungen Stuttgarter Designers Robert Manners. Obwohl er als Techniker längst bei einer renommierten Firma angestellt war, begann er, angefixt vom Innenarchitektur-Studium seiner Freundin, eines Tages Bücher zu lesen, die dazu ermutigen, aus den vorgeschriebenen Wegen auszubrechen. Er las die Bücher einmal, er las sie zweimal – und handelte.

 

 

Dezeen-Video vom blickfang Designworkshop

 

12 aufstrebende Designer, 3 Kuratoren und ein abgeschiedenes Landgut: Bei den Rahmenbedingungen war es kein Wunder, dass der blickfang Designworkshop ein voller Erfolg war. Ein Video des Onlinemagazins Dezeen gibt nun einen Einblick hinter die Kulissen.

 

Der Stammtisch ist nämlich nur ein Produkt in einem breit gefächerten Sortiment: Da die gebürtige Grafikdesignerin Nina sich für die handfeste Arbeit mit Materialien begeistert, gehören unter anderem auch ein an Tischplatten klemmbarer Kinderhochsitz oder mundgeblasene Käseglocken zu den Niruk-Produkten. Obwohl Nina und David mit Sicherheit nicht aufhören werden, zu experimentieren und zu forschen, hat durch den blickfang Designworkshop dennoch der Stammtisch zusätzlichen Schwung bekommen: „Als nächstes stehen für uns einige Guerilla Marketing-Maßnahmen rund um den Stammtisch an. Und wir werden zusammen mit anderen blickfang Designworkshop-Teilnehmern an der Dutch Design Week in Eindhoven teilnehmen, die von Scholten&Baijings begleitet wird. Vielleicht werden wir ja schon da erste Aktionen starten ...“

 

Workshop Portraits: Design Studio Niruk

 

Sommer, Grillen, WM: Eine Menge Firmen, allen voran Brauereien, entwickeln aus diesem Anlass umfangreiche Werbeaktionen. Bei einer darf derzeit das Design Studio Niruk mitwirken. Denn ihr Stammtisch – eine runde Tischplatte, die sich über Spanngurte an Bäumen, Masten oder Brückengeländern befestigen lässt – ist der perfekte Begleiter für Freiluftliebhaber. Aber welcher Schritt kommt nach der großen Order? Diese Frage brachte das Duo Nina Ruthe-Klein und David Antonin beim Designworkshop ein.

Zum Seitenanfang